Wie komme ich ins Kloster? Die Pforte von Mariannhill in Südafrika




Unser Orden

Geschichte und Konstitutionen der Mariannhiller Missionare

Kurzgefasste Geschichte

Abt Franz Pfanner Abt Franz Pfanner

1882 gründete Abt Franz Pfanner das Trappistenkloster Mariannhill in Südafrika in der Nähe von Durban.

Kloster Mariannhill in Südafrika Kloster Mariannhill in Südafrika

Da das aktive Leben eines Missionars sich als unvereinbar erwies mit den strikten Regeln der Trappisten, trennte Papst Pius X. 1909 das Kloster und seine Missionsstationen vom Trappistenorden und schuf so die Voraussetzung für die schrittweise Bildung einer neuen missionarischen Ordensgemeinschaft, der Missionare von Mariannhill. 

Papst Pius X. Papst Pius X.

Inzwischen haben wir Niederlassungen in Deutschland, Kenia, Kolumbien, in den Niederlanden, in Österreich, in Papua Neuguinea, Sambia, in der Schweiz, in Simbabwe, Südafrika, Spanien, Umtata und in den USA / Kanada. Weltweit sind wir etwa 400 Missionare. 

Der Hauptsitz für die deutsche Provinz befindet sich in Würzburg im 1927 vom Architekten Prof. Albert Boßlet erbauten Kloster.

Kloster Mariannhill in Würzburg Kloster Mariannhill in Würzburg




Konstitutionen

Einige Auszüge aus unserem Regelwerk, die kurz darlegen sollen, wer wir sind und was wir machen:


Einführung

Wir sind inmitten der Welt,
in der Welt,
aber nicht von der Welt.

Wir leben aus dem Glauben an Jesus Christus,
der uns von Sünde und Tod erlöst
und uns neues Leben schenkt.

Wir sind Glieder seiner Kirche,
die sich zusammenfinden,
ihm zu dienen.

Wir haben persönlich gelobt,
ihm nachzufolgen.

Wir sind Missionare,
die seine Frohbotschaft zu den Völkern tragen.

Wir sind die Kongregation der Missionare von Mariannhill,
die aus der Trappistenabtei Mariannhill in Südafrika
herausgewachsen ist.
Im Geiste ihres Gründers Abt Franz Pfanner
stellen wir uns in dieser Kongregation
in den Dienst des Missionsauftrages der Kirche.


Unsere Aufgaben

"[Die Kongregation] betrachtet es als ihr Aufgabe:

- an der Ausbreitung der Frohen Botschaft bei jenen mitzuwirken, die noch nicht oder nicht mehr an Christus glauben; [...]

- sich für Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit unter den Menschen und für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen;" (104)

"Auch wenn die Mitglieder unserer Kongregation verschiedene Aufgaben haben und unterschiedliche Dienste verrichten, so kommen sie dennoch ihrer missionarischen Berufung nach, indem sie an der Erfüllung des Auftrags der Kongregation mitarbeiten." (105) 

Br. Konrad Diethei Br. Konrad Diethei CMM, Farmer

"Schon seit den ersten Anfängen von Mariannhill nutzte Abt Franz die Presse im Dienste der Glaubensverbreitung. Auch wir stellen die Medien in den Dienst der Verkündigung des Gottesreiches." (105.3)


Unsere missionarischen Grundhaltungen

"Nach dem Vorbild Christi dienen wir in Freundschaft und Liebe den Menschen, unter denen wir leben und arbeiten. Damit bezeugen wir die einheitsstiftende Kraft des Evangeliums.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt den Armen, den Kranken, den Alten und den am Rande der Gesellschaft Lebenden. Dabei richten wir unser Augenmerk auf den Menschen in seiner Ganzheit, ganz im Sinne des von Pater Bernhard Huss geprägten Leitspruchs: "Bessere Felder, bessere Familien, bessere Herzen." (107-108)


Tätigkeit in den Missionen

"Ziel unserer Tätigkeit in den Missionen ist der Aufbau christlicher Gemeinden, die sich ihrer Verantwortung für die Orts- und die Gesamtkirche bewusst sind und selbst die christliche Botschaft weitertragen" (114)

"Die Missionare sollen sich in vereintem Bemühen und unter der Hierarchie für die gleichen Rechte aller Menschen einsetzen.

Wir betrachten es als eine Herausforderung für die Kongregation, Zeugnis für eine brüderliche und weltweite Liebe zu geben, die alle Menschen umfasst." (116-117)


Unsere brüderliche Gemeinschaft

Teil des Konventes in Würzburg Teil des Konventes in Würzburg

"Unsere Gemeinschaften stellen nicht nur eine Lebensform dar, sondern sie sind auch eine Möglichkeit, gegenseitig unseren Glauben zu vertiefen." (202)

"Das geistliche Wachstum des Einzelnen und der Gemeinschaft kann nicht voneinander getrennt werden. Jeder von uns ist dank seiner guten Anlagen und Fähigkeiten eine Bereicherung der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft ihrerseits trägt zur Aus- und Weiterbildung dieser Fähigkeiten bei. In dem Maße, in dem wir eines jeden Stärken und Schwächen anzunehmen lernen, reifen wir als Gemeinschaft." (204)

"Wir pflegen Gastfreundschaft, weil wir Gottes Gegenwart in unseren Gästen ehren; laut der Regel des heiligen Benedikt ist Gastfreundschaft eine Aufgabe für die ganze Gemeinschaft und nicht nur für einzelne Mitglieder." (207)

"Mit Respekt und Umsicht sorgen wir uns besonders um unsere kranken oder alten Mitbrüder." (210)

"Die christliche Liebe gebietet uns, den Mitbrüdern, die Schwierigkeiten haben, mit Rat und Tat beizustehen." (211)

"Unseren Assoziierten, Angehörigen, Freunden und Wohltätern bleiben wir in Treue verbunden. Regelmäßig informieren wir sie über unsere Tätigkeiten und die der Kongregation. So können sie Anteil nehmen an unserem Leben und unserer Missionsarbeit." (213)


Unser Leben nach den Evangelischen Räten (Ehelosigkeit, Armut, Gehorsam)

"Obwohl unsere drei Gelübde sich mit wesentlich verschiedenen Aspekten unseres Lebens befassen, haben sie alle das gemeinsame Ziel, uns wirklich frei zu machen, damit wir uns ganz dem Dienste Gottes und seines Volkes widmen können." (216)

P. Provinzial Dr. Hubert Wendl CMM P. Dr. Hubert Wendl, Provinzial


"Durch unser Gelübde entscheiden wir uns für ein Leben der Ehelosigkeit und vollkommener Enthaltsamkeit. Das bedeutet nicht einen Verzicht auf Liebe. Jeder Mensch ist berufen zu lieben, wenn auch die Art und Weise, wie diese Berufung gelebt wird, verschieden ist. Die von uns gelebte Liebe ist Ausdruck unserer totalen Hingabe an Gott und die Menschen." (221) 

"Unser Leben bringt Zeiten der Einsamkeit mit sich. Um diese durchzustehen, brauchen wir ein gediegenes Gebetsleben, eine Aufgabe, die uns ausfüllt, und eine brüderliche Gemeinschaft, in der sich jedes Mitglied angenommen weiß und in der echte Freundschaft möglich ist." (223)


"Durch das Gelübde der Armut schränken wir unser Recht auf Eigentum ein:

- Wir verzichten auf die selbständige Verwaltung und den Gebrauch von materiellem Besitz;
- Wir behalten das Recht auf unseren ursprünglichen Besitz samt der Fähigkeit, weitere Güter durch persönliches Erbe oder Legat zu erwerben;
- Was wir nach der Ersten Profess erwerben durch persönliche Arbeit, durch Gehalt oder persönliche Geschenke, wird Eigentum der Kongregation; dies gilt ebenfalls für nach der Ersten Profess erworbene Rentenansprüche oder Auszahlungen von Versicherungen.
- Aufgrund unseres Gelübdes benötigen wir die Erlaubnis des Oberen, uns überlassene Dinge zu veräußern." (226)

"In unserer Kongregation wird Folgendes als zum persönlichen Vermögen gehörig betrachtet:

Br. Hermann Krausert CMM Br. Hermann Krausert CMM, Schmied

- das, was ein Mitglied vor der Ersten Profess besaß;
- das, worauf ein Mitglied vor der Ersten Profess einen Rechtsanspruch hatte;
- Schenkungen, die durch einen persönlichen Erbanspruch erworben werden;
- bedeutende Schenkungen, die dem Erbe zugerechnet werden sollen;
- Zinsen, die aus Obigem entstehen." (226.1)

"Durch ein ehrliches Bemühen, unser Gelübde der Armut zu leben, legen wir Zeugnis dafür ab:

- dass wir Verwalter, nicht Besitzer materieller Güter sind;
- dass es unsere Pflicht ist, uns um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern und Sorge zu tragen für Gottes Schöpfung;
- dass wir auf Gottes Vorsehung vertrauen;
- und dass es wichtigere Werte gibt als die vergänglichen Dinge." (236)


"Das Gelübde des Gehorsams verpflichtet uns
- zur getreuen Beobachtung der Konstitutionen;
- unseren Oberen Gehorsam zu leisten, wenn sie uns Anweisungen erteilen im Einklang mit den Konstitutionen." (240)

"Der gelobte Gehorsam macht uns mitverantwortlich für die Aufgabe, die unserer Kongregation anvertraut wurde, und verpflichtet uns, für die Durchführung dieses Auftrages verfügbar zu sein. Das schließt nicht aus, dass wir unsere persönliche Meinung und Überzeugung frei und offen - aber respektvoll - zum Ausdruck bringen." (241)

"Alle Mitbrüder sind für die gesamte Aufgabe der Kongregation verantwortlich. Sie zeigen ihre Mitverantwortung dadurch, dass sie nicht nur gemeinsam überlegen, beraten und planen, sondern sich auch nach Kräften an der Durchführung dieser Vorhaben beteiligen und dabei auch Eigeninitiative entwickeln. Der heilige Benedikt hält den Meinungsaustausch auf allen Ebenen, auch mit den jungen Mitbrüdern, für notwendig, wenn es um wichtige Entscheidungen geht." (243)


Unser Leben in Jesus Christus, dem Missionar und Mann des Gebetes

Tägliche Messfeier Tägliche Messfeier

"Fortwährend suchen wir Gottes Gegenwart in seinem Wort, in den Sakramenten, im Gebet, im Leben der Mitmenschen und im Alltagsleben." 

"Für Wachstum im geistlichen Leben und für eine fruchtbare Arbeit sind Zeiten der Stille für geistliche Lesung und Betrachtung, für innere Sammlung und persönliches Gebet unverzichtbar." (247-248)

"Die tägliche Messfeier ist ein wesentlicher Teil unseres religiösen Lebens." (249)

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